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Wie weiter mit «Litlink»? Gibt es ein «Litlink v6»?


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Verfasst am: 24. 09. 2018 [15:51]
marcsee
Dabei seit: 08.10.2016
Beiträge: 10
Guten Tag,

ich kann es nicht anders sagen: Ich bin in meiner Arbeit von Litlink abhängig. Hatte ich mich in meinem Studium für Litlink entschieden, weil es kostenfrei ist (und macbasiert…), wäre ich heute ohne Weiteres bereit, dafür zu bezahlen. Ich persönlich halte nicht viel von Crowdfunding, da die Finanzierung damit höchstens für eine gewisse Zeitspanne gesichert ist – weil ich mich so auf Litlink verlasse, liegt mir an einer dauerhaften Grundlage, und dafür scheint mir ein Abo-Modell besser geeignet.


Vielen Dank, Marc Seemann
Verfasst am: 26. 09. 2018 [15:13]
Dominik_Sieber
Dabei seit: 26.09.2018
Beiträge: 1
Liebes Litlink-Team,
ich würde Ihr ausgezeichnetes Programm, das ich täglich brauche (als Historiker, Editor, Museumskurator), sehr vermissen. An einem Crowdfunding für ein Weiterbestehen bzw. den Ausbau von Litlink (oder - im Negativfall - für dessen Überführung in Zotero o.ä.) würde ich mich beteiligen. Auch eine jährliche Lizenzgebühr käme für mich in Frage. Eine andere Finanzierungsidee: Da viele ForscherInnen mittlerweile Litlink benutzen, müssten doch nationale Institutionen (etwa die Infrastruktur-Abteilung des Schweizerischen Nationalfonds) das Projekt unterstützen, damit die Zettelkästen der Gegenwart, die Litlink-Karteikarten, nicht einfach im digitalen Orkus verschwinden.
Vielen Dank für Ihre Arbeit & beste Grüsse, Dominik Sieber
Verfasst am: 26. 09. 2018 [19:41]
SV_Buero
Dabei seit: 01.07.2012
Beiträge: 2
Ich verwende Litlink schon seit Jahren, um einen Teil meiner Literatur zu katalogisieren und zu bestimmten Themen eigene Notizen zu sammeln. Ich bin kein Historiker, sondern Landwirt und beschäftige mich eher mit Naturwissenschaften und Wissenschaftstheorien und zunehmend mit politischer Philosophie. Eigentlich würde ich Litlink gerne weiterverwenden können, weil ich keine mit Abstand bessere Alternative sehe. Immerhin befinden sich in meinem Litlink nunmehr ca. 1900 Elemente, und es stellt sich die FRage, wie ich diese in welches System transferieren könnte, ohne die Verknüpfungen zu verlieren.
Ich bin bereit, für litlink einen Jährlichen Beitrag (um die 50 Euro) zu bezahlen.
Danke für die bisherige Arbeit und liebe Grüße
Richard Hubmann
Verfasst am: 10. 10. 2018 [14:19]
bacherb
Dabei seit: 10.10.2018
Beiträge: 3
Ich nutze Litlink erst seit ein paar Wochen für meine Habilitation. Ich bin Jurist und verwende das Programm v.a. zur Wissensverwaltung. Da scheint es mir Citavi überlegen, weil es Quellen übersichtlicher verknüpft. Ich bin gerne bereit, für die Software zu bezahlen. Allerdings stellt sich für mich auch die Frage, ob ich weiter meine Litlink Datenbank aufbauen oder auf ein Programm umsteigen soll, dessen Bestand über die gesamte Dauer meines Projekts gesichert ist.
Verfasst am: 22. 10. 2018 [18:15]
weiswald
Dabei seit: 30.09.2014
Beiträge: 4
Guten Tag,

auch ich bin wie so viele andere seit Jahren zufriedener User und war besonders über die letzten Updates sehr erfreut, die das Arbeiten noch flüssiger gemacht haben.
Katastrophal ist, dass LitLink nicht unter Mojave läuft, die Politik von Apple ist eine Frechheit und hat nichts mehr mit dem einstigen Spirit der Entwickler-Community zu tun.
Durch den Mojave-Schritt nun schon mit einem teilweisen Verlust von itLink konfrontiert (auf dem iMac läuft zum Glück ein altes System), merke ich, wie wichtig das Programm in meinem workflow geworden ist.
Ich bin bereits, eine Weiterentwicklung zu bezahlen und auch an einem Crowdfunding teilzunehmen. Ich könnte mir vorstellen, dass ein solches in der weltweiten Community viel Anklang finden würde.
Leider habe ich für institutionelle Partner keine echte Idee/kenne mich zuwenig aus.
Jedenfalls soll das hier ein Ermutigungsaufruf sein: Weiter so!

Viele Grüße
J. Emil Sennewald
Verfasst am: 28. 10. 2018 [00:46]
ditter
Dabei seit: 26.01.2018
Beiträge: 8
Guten Abend,
nun sind Monate nach der ersten, mehr erschreckenden Meldung vergangen, dass das Geld für das Projekt litlink auszugehen droht und bisher ist keine gegenteilige Information in diesem Forum zu finden.

Hier ist vielleicht der Hinweis auf "regesta imperii" eine der Eulen von Athen, die hinzutragen überflüssig erscheint. Trotzdem: das riesige Projekt der Pflege und Digitalisierung von bestimmten regesten des Mittelalters ist auf Jahre hinaus nach den Angaben auf der dortigen homepage gesichert, sodass auch Experimente wie historische Netzwerkforschung auf elektronischem Wege möglich sind.

Ist da litlink nicht die ideale Ergänzung zu solchen Projekten? Gibts nicht doch wohlwollende und verständige Geldquellen zum Anzapfen?
Wie alle, die sich an dieser Stelle geäußert haben, würde ich ein Ende von litlink sehr bedauern.

Viele Grüße
ditter
Verfasst am: 29. 10. 2018 [18:12]
jhfriedrichs
Dabei seit: 29.12.2012
Beiträge: 8
Hallo,
hoffentlich besser spät als nie: Auch ich würde ein Ende von Litlink sehr bedauern und würde Sie ermutigen wollen, dieses tolle Projekt unbedingt weiterzuführen! Ich teile aber Ihre Einschätzung, dass es wohl ohne einen institutionellen Sponsor schwierig werden wird.
Als ich anfing mit Litlink zu arbeiten, war für mich neben der Funktionalität auch der Kostenfaktor entscheidend. Es wäre daher m.E. wichtig - das wurde ja auch schon geschrieben - eine (nahezu) kostenfreie Version zumindest für Studierende und Promovend*innen anzubieten. Auch im Sinne einer Werbung zukünftiger (zahlender) Nutzer*innen.
Herzliche Grüße,
Jan-Henrik Friedrichs
Verfasst am: 31. 10. 2018 [12:37]
Andreas_Regger
Dabei seit: 31.10.2018
Beiträge: 1
Sehr geehrte Damen und Herren

Ich bin hauptberuflich Software-Entwickler, und unterstütze nebenbei eine Bekannte bei IT-Fragen welche als Doktorandin LitLink verwendet.

Meine Bekannte arbeitet nun bereits mehrere Jahre mit LitLink und ist damit höchst zufrieden.

Auch im Namen meiner Bekannten möchte ich dem Projekt-Team für die transparente und direkte Kommunikation danken. Ich sehe die im Eingangs-Post erläuterten Schwierigkeiten und teile die gemachten Schätzungen mehrheitlich.
Ich möchte gerne ein paar Anmerkungen und Fragen anbringen.

1) Export
Während ein Export in ein für Zotero aufbereitetes Datenformat sicher wünschenswert ist, wäre ein minimaler Export in ein FileMaker-unabhängiges, allgemein technisch verarbeit-bares Datenformat (z.B. Ordnerstruktur mit Text/CSV-Dateien) dringender.
Ein Export in ein einfaches Datenformat sollte meiner Ansicht nach durchaus mit einem Budget deutlich unter CHF 10'000.- zu machen sein - Umwandlung eines solchen Formats in ein spezifisches Import-Format eines anderen Produkt kann dann immer noch gemacht werden (vom LitLink-Projektteam, aber dann eben auch von anderen).

Und falls ein Umstieg auf ein anderes Produkt nicht möglich/gewünscht ist, hätte man so doch noch ein Format wo die Daten mit normalen Bordmitteln auf jedem Computer wieder gelesen und weiterverarbeitet werden können (Filebrowser und Texteditor/Excel/LibreOffice).

Somit wäre sichergestellt, dass die jahrelang an LitLink gefütterten Daten nicht in einer Einbahnstrasse verschwinden, sondern wieder bei einem Weggang von LitLink mitgenommen werden können.

(Natürlich wäre bei Strategie b), Umstellung auf ein kommerzielles Produkt, solch eine Funktion dem "Vendor Lock-In" abträglich, aber Strategie b) scheint mir auch eher unplausibel zu sein - und selbst dann wäre ein solcher Vendor Lock-In moralisch verwerflich).

2) Neubau - die Wahl der Technologie

Wäre bei einem allfälligen Neubau wieder FileMaker die Grundlage?

Ich zweifle nicht daran, dass FileMaker die ursprüngliche Entwicklung von LitLink signifikant erleichtert und beschleunigt hat - nun da aber die meistens Funktionsweisen fest stehen und getestet sind, wäre bei einem allfälligen Neubau andere Technologien möglicherweise besser geeignet, insbesondere auch um die Entwicklungskosten zu senken (die FileMaker-Lizenzen sind ja nicht gerade günstig).

Der Neubau wäre ja kein neues Konzept (gutes Konzept braucht viel Zeit und Geld), sondern eher primär ein technisches Refactoring (technischer Neubau ohne grosse Änderungen am Konzept).
Mit einer auf die Anforderungen abgestimmten Technologie und 1-2 fähigen Programmierern sollte meiner Einschätzung nach ein LitLink v6 durchaus auch im Rahmen von CHF 60'000.- bis 120'000.- machbar sein (inkl. Reserven für Unerwartetes).

Freundliche Grüsse

Andreas Rüegger

PS: Ihr TYPO3-Forum scheint nicht mit Sonderzeichen wie Ü umgehen zu können.

Verfasst am: 01. 11. 2018 [10:29]
nicolausbusch
Dabei seit: 26.04.2012
Beiträge: 817
Das Problem beim Export besteht vor allem darin, die vielfältigen Verknüpfungen sauber abzubilden. Ein einfacher Export der Titel mit Autoreninformationen ist natürlich schnell gemacht; sollen aber auch alle Karteikarten, interne Links etc. mitgenommen werden, dann wird es schnell etwas komplizierter.

Die Technik für einen Neubau wäre in der Tat nicht mehr FileMaker, wir gehen hier eher von einem Hybrid-System aus, das plattformunabhängig ist und im Normalfall im Online-Modus arbeitet. Was Ihre Kostenschätzung angeht: Ich fürchte, Sie unterschätzen den Funktionsumfang "unter der Haube" und den Testaufwand, um ein solches System plattformübergreifend stabil zum laufen zu bringen. Die Funktionen zum Datenaustausch mit Zotero, zum Abgleich mit LitlinkWeb, zur Datenfreigabe für Arbeitsgruppen oder zur Interpretation der Zitierformen sind durchaus komplex. Wenn Sie mir die beiden Programmierer einmal vorstellen könnten, die das für den genannten Betrag umsetzen, dann würde ich die zwei gerne einstellen :)
Verfasst am: 08. 11. 2018 [09:41]
stefsan
Dabei seit: 07.01.2013
Beiträge: 1
Liebe Litlink-Entwickler
ich würde es ausserordentlich bedauern, wenn Ihr das Programm sterben lassen würdet/müsstet. Ich wäre bereit, für eine zukunftssichere Weiterentwicklung zu bezahlen. Wenn der Preis nicht astronomisch würde, sondern im Bereich bis maximal 200 Franken (ja, so wichtig ist mir Litlink inzwischen geworden!), dann bin ich dabei!
Herzliche Grüsse
Stefan Sandmeier



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